Archiv für den Monat: Mai 2014

10323039_555527991230096_2070110086_nDas Aramäerdorf Maaloula in Syrien
Vortrag von Prof. Dr. Werner Arnold

Maaloula, im Qalamûn-Gebirge, etwa 60 km nördlich von Damaskus gelegen, gilt als das schönste Dorf Syriens. Berühmt ist es für die ältesten Klöster des Landes und seine Sprache: das Aramäische. Nur in diesem Dorf sprechen die Christen bis heute einen westaramäischen Dialekt, wie ihn in altertümlicherer Form auch Jesus von Nazareth gesprochen hat.

„Das historische, aramäische Maaloula existiert nicht mehr.“ Das berichten christliche Flüchtlinge aus der Stadt. Friends of Maaloula, deren 1. Vorsitzender Prof. Arnold ist, möchte eine breite Öffentlichkeit über die Bedeutung des Aramäerdorfes Maaloula informieren. Den Mitgliedern des Vereins ist es eine Herzensangelegenheit die Flüchtlinge und den Wiederaufbau dieses bedeutenden kulturellen Ortes zu unterstützen.

Sonntag, 01. Juni 2014 um 15:00 Uhr
Citykirche Konkordien
R 2 – 68161 Mannheim


Der Mann im Fernsehen sagt, es gibt bislang keine Beweise dafür, dass die Tschetschenen in der Ostukraine von den Russen eingeschleust wurden, um für Unruhe zu sorgen. Aber er sagt auch, dass es irgendwie trotzdem ganz sicher gar nicht anders also praktisch so weil wie sonst. Das erleichtert es uns natürlich einmal mehr auch ohne Beweis aber immerhin mit konkreten Hinweisen die Russen scheiße zu finden. Nun gut, ich finde mich vorerst damit ab, könnte ja sein. Dann sagt der Mann im Fernsehen, dass die Wahl in Syrien ja schon entschieden ist, da Assad niemals nicht seine Macht teilen wird, mit jenen die da aufbegehren, im Kampf für Freiheit und Demokratie. Er wird weiter die bekämpfen, die da gegen ihn kämpfen, wer auch immer die sind, das sagt der Mann im Fernsehen nämlich nicht. Zumindest nicht gleich, denn dann erzählt der Mann im Fernsehen von Sandra und Sabina aus Österreich. Zwei junge Mädchen, die von Salafisten zum Bösen verführt wurden und jetzt in Syrien, gemeinsam mit dem Berliner Rapper Deos Dogg übrigens, gegen das ebenfalls böse Regime in Syrien kämpfen. Ich fasse zusammen: Die Opposition in Syrien ist an sich gut, bis auf Sandra, Sabrina und Deos Dogg, die sind die einzigen Bösen bei den Guten und eigentlich sind die ja auch gut, weil sie nur von den Bösen verführt wurden. Und es gibt klare Beweise dafür, dass die Österreicher Kämpfer nach Syrien einschleusen, um dort für Unruhe zu sorgen. Quatsch, jetzt hab ich was verwechselt. Das waren ja die Russen mit den Tschetschenen und es waren konkrete Hinweise oder so. Gar nicht so einfach die Welt in gut und böse zu teilen. Natürlich bin ich traurig über die Mädels, die diesem Mist verfallen sind und über die Menschen, die in Syrien und in der Ukraine sterben, aber man wird sich ja wohl noch wundern dürfen…


 

Mendoza

IMG_2621All you can eat in Mendoza. „Weißt Du noch“ sagt Nick, mit drei Fingern hält er ein knusprig angebratenes Hühnerbein und er kaut zwei Mal bevor er weiterspricht. „Wir wollten die Donau hinunter, in einem Kajak. Wir wollten bei uns vor der Tür ins Wasser steigen, nur eine abgewetzte rote Plastiktonne für unsere Sachen und ein Boot voller total verrückter Phantasien. Wir wussten nur, dass sie lang ist und dass sie ins Schwarze Meer führt. Über die Länder dazwischen wussten wir nicht viel, nur dass es schwer ist, über die Grenzen zu kommen. Wir hatten uns sogar überlegt, wie wir über die Grenzen kommen, über den eisernen Vorhang, den wir uns weder als Vorhang und schon gar nicht eisern vorstellen konnten. Wir wollten unsere Kajaks umdrehen und mit Schlamm und Pflanzen verkleiden, wie einen Stamm oder schwimmendes Schilf. Unsere Köpfe wollten wir in die Öffnung zum Sitzen stecken, so dass wir Luft haben und langsam vorbeitreiben können, an den Grenzern, von denen wir uns vorstellten, dass sie riesengroß waren und mit Maschinengewehren bewaffnet an den Ufern stehen und aufpassen, dass nicht zwei Jungs im Kajak vorbeikommen, auf dem Weg ins Schwarze Meer.“ Ich sehe Nick an, während er spricht und kaut und esse selbst ein Hüftsteak vom Rind, argentinisches Rind, ausgezeichnet. „Totgerudert hätten wir uns“ sage ich „auf den langen, flachen Stellen fast ohne Strömung hätten uns die Arme und Schultern wehgetan und schließlich auch der Rücken, vom Sitzen im Kajak und unsere Hände wären aufgeweicht gewesen und runzlig. Aber wir hätten weitergemacht. Hätten auf Inseln geschlafen, Pausen auf schönen alten Brücken gemacht und uns in der Sonne getrocknet“ – „Du hast Huhn im Bart“ sagt Nick, kratzt Pudding aus einer Schüssel. „Ob es geklappt hätte“ frage ich, während ich, obwohl es schon drückt, mit der Gabel gerilltes Fleisch und Zwiebeln von einem Spieß auf den Teller schiebe. „Bestimmt nicht“, meint Nick, „aber jetzt werden wir es nicht mehr raus finden“. Marion sagt: „Die Donau ist immer noch da“ und ich: „Aber die Länder nicht mehr oder nicht mehr so wie damals und damit ist es auch nicht mehr das Gleiche“.– „Stopf dich doch nicht mit Reis voll,“ unterbricht mich Marion, „das Entscheidende ist“, sagt Nick, mit einer kleinen Pause in der er sich einen Löffel Vanilleeis in den Mund schiebt und den Knopf seiner Hose öffnet, „ich empfinde das heute nicht mehr als Traum. Ich würde es nur machen, in dem Glauben, etwas nachholen zu müssen. Aber man kann es nicht nachholen. Nicht weil die Donau nicht mehr durch Jugoslawien fließt und weil keine bewaffneten Männer am Ufer stehen, die mir Angst machen. Nicht weil es jetzt viel zu einfach ist und weil es jeder kann. Der Traum ist weg. Wenn ich heute am Kanal sitze und aufs Wasser schaue oder große Schiffe vorbeikommen, denke ich andere Sachen, wünsche ich mir ganz andere Sachen.“ Er legt den Löffel weg. „Mir ist schlecht“. Er steht auf, geht. „Sicher, dass bei ihm alles in Ordnung ist?“ fragt Marion. „Ich weiß es nicht“ sage ich, „ich weiß nur, dass wir damals der Donau ins Schwarze Meer gefolgt wären, hätte einer von uns gesagt schau, hier sind die Kajaks, hier ist die rote Tonne, so weit kann es nicht sein.“ Sie fragt mich, ob ich ihr halbes Schnitzel noch essen möchte, schiebt es mir hin und stößt ungewollt auf. „Fährst Du mit mir die Donau runter, im Kajak“ frage ich. „Jetzt gleich?“ fragt sie.


Zakopane

Häuser haben spitze Dächer. Schnee findet dort keinen Halt und in den Giebeln, wo warme Luft sich sammelt, die Schlafzimmer. In der Fußgängerzone reihen sich Cafés und Restaurants aneinander, am Ende der Fußgängerzone der Markt, Menschen mit Zeit, schweifende Blicke. Besonders beliebt im Winter: dicke handgestrickte Pullover aus Schafwolle, Mützen und Handschuhe. Im Sommer sitzt man draußen, trinkt Bier oder schlendert mit einer Getränkedose in der Hand an Schaufenstern entlang. Das ganze Jahr beliebt sind wuschelige Hunde in Pappkartons. Sie werden von jungen, bärtigen Männern verkauft, die immer eine Zigarette im Mundwinkel haben. Heute sind die Berge sanft, Fenster geöffnet, Wäsche trocknet in leichtem Wind auf Balkonen, dünne Pullover liegen lose über Schultern, sind um Hüften gebunden. Du bleibst an Holzbuden stehen, drehst kleine Porzellantassen und Holzschnitzereien in Deinen Händen. Ich bin geduldig, die Berge lenken mich ab, der Wunsch nach einem Gipfel. Ich stelle mir das Geräusch eines kullernden Steins vor, und dass die Luft kalt und klar ist. Wie sich nach dem Aufstieg langsam die Atmung beruhigt. Auf einen Felsvorsprung würde ich mich setzen, die Beine hängen müde über der Tiefe, den Rucksack habe ich abgesetzt. Kleidung klebt auf der Haut, der Wind trocknet den Schweiß, es wird kühl. Ich balle die Hände in meinen Taschen zu Fäusten. Du hältst mir einen Nussknacker vors Gesicht, er sieht aus wie Stalin. “Schau mal, wie schön” sagst Du und ich nicke nur. Nicht weil ich Stalin schön finde. Bis ich von meinem Felsvorsprung wieder bei Dir ankomme hast Du Stalin schon bezahlt.

Am Abend sitzen wir auf der Terrasse. Du trägst ein langes Kleid mit Blumen, rot in rot. Eine von diesen Ketten, die immer im Weg sind, wenn Du Dich über den Tisch beugst, die im Bier hängen, im Kaffee, in Schlagsahne. Ich stopfe Stalin eine Walnuss in den Mund und drehe an dem Griff an seinem Hinterkopf. Die Nuss zersplittert völlig. “Vielleicht hätten wir doch Gorbatschow nehmen sollen” sagst Du. Lächelst. Lehnst Dich zurück, legst die Füße hoch. Siehst in die Berge. Ich sehe auch in die Berge, greife nach meinem Bier. Ob Du weißt, wie es da oben in den Hütten riecht, wie eine heiße Suppe dort oben schmeckt, wie es sich anfühlt, hinab zu sehen? Wie es sich im Zelt übernachtet, wie der Wind klingt, wenn er sich um die Gipfel schiebt und wie Sterne in tiefschwarzen Nächten funkeln? Du hast über die Berge immer so gesprochen, als könntest Du, wenn Du nur wolltest. Du hast immer gesagt, leise und zwischen den Zeilen: “Wenn Du es willst, dann gehe ich mit Dir da hoch. Ganz hoch.” “Geht´s Dir gut” fragst Du, fütterst Stalin mit einer Nuss, drehst, suchst das Essbare in den Splittern und reichst es mir. Ich nicke, nehme einen Schluck, frage mich, ob ich mich daran gewöhnen kann, hier unten zu sitzen. Der Wind wird hinunterfallen bis ins Tal und man kann auch hier die Sterne sehen. “Wo fahren wir als nächstes hin”, frage ich Dich. Du zuckst mit den Schultern: “Ist mir egal”, sagst Du. “Budapest, Lemberg, vielleicht Danzig.”

Texte IAA 2013 für Audi (beauftragt von KMS Blackspace), ein Auszug: 

Der permanente und rasante Wandel in den Metropolen dieser Welt stellt uns fortwährend vor die Herausforderung, individuelle Lebenswelten und die damit verbundene urbane Mobilität zukunftsfähig zu gestalten. Weil wir nicht dem Lauf der Dinge folgen, sondern unserer Zeit voraus sind, haben wir die Perspektive gewechselt und die Welt auf den Kopf gestellt: Von der Decke wachsen Hochhäuser und ganze Stadtviertel. Auf dem Boden, unter der umgedrehten Stadt, wird die Sicht frei auf unsere aktuelle Produktpalette und innovative Technologien, die wir bereits heute auf die Straße gebracht haben. Der Blick nach oben zeigt unsere Konzepte und Lösungen für die herausfordernde Welt von morgen.

Der Messebesuch wird zu einem faszinierenden Rundgang durch unterschiedliche Stadtviertel und deren Ausprägungen im urbanen und mobilen Leben: Sie erleben exklusives Ambiente, kreativen und designorientierten Flair, lebendigen Lifestyle oder nachhaltige Umgebungen. Diesen verschiedenen Vierteln und ihren Lebenswelten zugeordnet präsentieren wir Ihnen unter anderem den neuen Audi A8, das neue Audi A3 Cabriolet, visionäre Showcars, intelligente Antriebskonzepte wie den Audi A3 e-tron und zukunftsweisende Technologien  – oder „Vorsprung durch Technik“.

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Tradition und Zukunft – Le Mans und der Rennsport

Seit 1923 ist Le Mans bereits Schauplatz für spektakulären Rennsport und bis heute gilt das 24 Stunden Rennen als ultimativer Härtetest für Mensch und Material, für Fahrzeuge, Fahrer und Teams. Die Begeisterung für die legendären Langstreckenrennen ist ungebrochen. 1999 wurde in Nordamerika die American Le Mans Series gegründet, seit 2004 wird unter dem Automobile Club de l’Ouest, der auch das 24 Stunden Rennen in Le Mans veranstaltet, die European Le Mans Serie in fünf europäischen Ländern ausgetragen und im Jahr 2009 ist die Asian Le Mans Series hinzugekommen.

Vorsprung durch Technik eindrucksvoll demonstriert 

Seit 1999 ist Audi fester Bestandteil der 24 Stunden von Le Mans – auf der Rennstrecke und vor allem auf dem Siegerpodest. Beeindruckende 12 mal hat das Audi Sport Team das berühmteste Langstrecken-Rennen der Welt für sich entschieden und ist dabei erst 15 mal an den Start gegangen. Kein anderer Automobilhersteller konnte jemals in so kurzer Zeit so viele Rennen gewinnen. Ein Rekord, der den Anspruch unterstreicht – Vorsprung durch Technik.

Der Audi R18 e-tron quattro
So schnell wird man zur Legende

2012 startete der über 490 PS starke Audi R18 e-tron quattro in seine erste Rennsaison und sorgte von Beginn an für große Triumphe: Ein Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans als erster Hybrid Rennwagen überhaupt, der Gewinn der FIA Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC und damit der erste Hybrid-Sportwagen, der Weltmeister wird. Kein Wunder, dass ihn eine Jury des Automobile Club de l’Ouest zu einem der zehn bedeutendsten Le-Mans Rennwagen aller Zeiten wählte. Ein Titel, dem der Audi R18 e-tron quattro mit seiner intelligenten Kombination aus konventionell angetriebener Hinterachse und elektrisch angetriebener Vorderachse auch in diesem Jahr gerecht wurde, unter anderem bei seinem erneuten Sieg bei den 24 Stunden von Le Mans.

 

Bosnien-Herzigowina und Serbien


Leider ist im Augenblick nicht die Frage ob man helfen soll, sondern wem zuerst! Ich denke Bosnien-Herzigowina und Serbien sind im Moment wirklich dringend. Wenn wir das geschafft haben, dann gibt es wieder einen Aufruf für Maaloula und in der Ukraine dauert es ja leider auch nicht mehr lange und aus Mangel an persönlicher Bindung lasse ich jetzt mal 2/3 der Weltbevölkerung weg, die irgendwie auch alle in der Klemme stecken. Eines jedenfalls ist sicher, Euer Lieblingsbiergarten steht in Relation ganz gut da, also vielleicht kann man sich das Bier ja mal selber einschenken, die Wurst selber grillen und den Übschuss spenden, wenn es andere vor Typhus und Hepatitis bewahrt.


 


friends of maaloula

Die Vertreibung der Aramäer aus Maaloula durch islamistische Rebellen hat uns mit Schmerz und Trauer erfüllt. Maaloula hat von den kargen Erträgen seiner Landwirtschaft gelebt und von den bescheidenen Ausgaben der Touristen, die Maaloula besuchten, um die Sprache Jesu Christi zu hören. Heute leben die Flüchtlinge bei Verwandten und in Klöstern in Damaskus und haben keinerlei Einkommen mehr.

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Es ist unsere Herzensangelegenheit, einen Beitrag zum Lebensunterhalt der Aramäer von Maaloula zu leisten, solange sie als Flüchtlinge in Damaskus leben. Wir hoffen, dass sie eines Tages zurückkehren können und dass wir die Mittel haben werden, beim Wiederaufbau ihres Dorfes zu helfen.