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Aus meiner kleinen Welt!

Es prügeln sich der kleine und der große Bruder. Das kann man natürlich nicht dulden, da muss man dazwischen gehen. Die eigenen Werte verbieten es, das mit ein paar gepflegten Ohrfeigen zu regeln. Also was tun, damit sie sich friedlich einigen? Also meine Mutter hat immer gesagt, „wenn nicht gleich Ruhe ist, dann geht jeder in sein Zimmer, es gibt kein Eis mehr und das Sandmännchen ist auch gestrichen. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass meine Mutter jemals zu meiner großen Schwester gesagt hat: „Wenn ihr euch nicht einigt, dann gebe ich deinem kleinen Bruder einen Baseballschläger, Dir wird das Taschengeld gestrichen und er darf trotzdem Sandmännchen schauen.“ Ich gestehe, ich hätte unter diesen Voraussetzungen jegliche Friedensverhandlungen scheitern lassen. Und ganz klar hätte meine Schwester trotzdem nicht einfach um des lieben Friedens willen das Handtuch geworfen. Aus ihrer Sicht auch verständlich. Nicht das hier ein falsches Bild entsteht, meine Mutter hat das immer ganz wunderbar geregelt und ich verstehe mich blendend mit meiner großen Schwester. Und als wir dann mal über die normalen Streitereien und Provokationen der Kinderjahre gesprochen haben, kam die Frage auf, wann wir aufgehört haben uns zu prügeln. Die Antwort meiner Schwester war: Von dem Moment an, als Du stärker warst als ich. Ein, bei allem Respekt, langer und grausamer Weg für den kleinen Bruder Ukraine. Man mag diesen Vergleich wieder einmal zynisch finden, ich aber wundere mich darüber, dass man als Weltmacht und als EU vor einer Verhandlung, die Frieden zum Ziel hat, kundtut, dass man im Falle ihres Scheiterns die eine Partei fertigmachen möchte und die andere Unterstützen. Das öffnet die falschen Türen.

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